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SPD mit neuem Chef in die Kommunalwahl

Neuer Vorstand

Der neue SPD-Vorsitzende Uwe Märtens (links) mit dem neuen Beisitzer Konstantin Brand, seinen Stellvertretern Karsten Sucker und Rainer Helbig sowie Kassierer Karl-Minne Braaksma. Foto: rwe

Der SPD-Samtgemeindeverband Rodenberg hat ein halbes Jahr vor der Kommunalwahl einen geräuschlosen Führungswechsel vollzogen. Mit 20 Stimmen bei zwei Enthaltungen hat die Mitgliederversammlung den bisherigen Stellvertreter Uwe Märtens zum neuen Vorsitzenden gekürt. Er tritt die Nachfolge von Marina Brand an, die sich aus persönlichen Gründen aus der Spitze zurückgezogen hatte.

In der Versammlung bedauerte Wahlleiter und Amtsvorgänger Günter Wosny den Verzicht der SPD-Politikerin, die aber weiter im Samtgemeinderat und Kreistag tätig sein möchte. Brand habe in sieben Jahren viel auf den Weg gebracht, lobte Wosny. Ihr Nachfolger bedankte sich mit Blumen bei Brand und mit einer Runde bei den Genossen für das Vertrauen. Vor fünf Jahren trat der Versicherungsfachwirt in die SPD ein. Der 48-jährige Rodenberger arbeitet als Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei der VHV in Hannover, vertritt dort die Interessen von 2700 Beschäftigten.

Seine Wahl, die bis zur turnusgemäßen Wahl im nächsten Jahr gilt, zog eine weitere nach sich. Auf die Position des Stellvertreters wählten die Mitglieder mit gleichem Ergebnis den Pohler Ortsvorsitzenden Rainer Helbig (53).

Einen ersten kleinen Erfolg feierte Märtens bereits. Die Mitglieder folgten einstimmig seiner Bitte, die Zahl der Beisitzer zu erhöhen. Eine breite Mehrheit gab es auch für seine beiden Vorschläge. Horst Koopmann aus Feggendorf und der Rodenberger Konstatin Brand gehörten nun zum erweiterten Vorstand. Der will gemeinsam mit den Mitgliedern optimistisch und offensiv in den Wahlkampf gehen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, betonte der zweite Stellvertreter Karsten Sucker. Die SPD habe in den vergangenen Jahren „Meilensteine gesetzt“. Welche das waren, hatte SPD-Fraktionssprecher Peter Friedrichkeit zuvor aufgezählt in seinem Bericht aus dem Samtgemeinderat. Er erinnerte an den Kauf von zehn Feuerwehrfahrzeugen, den Bau der beiden Turnhallen oder die bereits vorhandenen Krippenplätze. Froh zeigte er sich darüber, die Integrierte Gesamtschule bekommen zu haben. Der Landkreis bemühe sich bereits wieder um einen Anbau von Klassen. Auch der Umzug der Förderschule sei ein Gewinn für Rodenberg. Auch der Schuldenberg der Samtgemeinde bereitet Friedrichkeit „keine Furcht“. Von den 14,5 Millionen Euro seien aber 11,5 für die Wasserver- und Entsorgung, würden also über Gebühren abgetragen. Als kommende Aufgabe sah er die sanitären Anlagen in den Sporthallen Rodenberg und Apelern, zudem sollte der Fuhrpark des Bauhofs aufgestockt werden. Ergänzt wurde die SPD-Erfolgsbilanz durch den Rodenberger Ortsvorsitzenden Hans-Dieter Brand. Weit und breit finde sich keine Samtgemeinde mit zwei Freibädern.

Auch der neue Vorsitzende gab sich zuversichtlich. „Olaf Scholz ist schon durch“, spielte er auf die Hamburg-Wahl an. Ein ähnlich gutes Ergebnis strebe auch die Rodenberger SPD an. Wie die Partei ihre Liste aufstellt, steht noch nicht fest. Die ersten sechs Plätze möchte der Vorstand zwar den Ortsbürgermeistern beziehungsweise den Kandidaten dafür vorbehalten, wen die Ortsvereine dort hinsetzen, sollen aber allein deren Mitglieder festlegen.
Schaumburger Nachrichten vom 14.03.2011 - 00.00 Uhr

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